10.10.2005

Nachrichtenarchiv 11.10.2005 00:00 UNO befürchtet Völkermord in Darfur

In der südsudanesischen Krisenregion Darfur droht erneut eine Eskalation der Gewalt. Davor warnt der UNO-Sonderbeauftragte für die Verhinderung von Völkermord, Juan Mendez. Die von der sudanesischen Regierung unterstützen Dschandschawid-Milizen haben nach UNO-Angaben bereits mindestens 180.000 Menschen getötet und über zwei Millionen aus der Region vertrieben.

In der südsudanesischen Krisenregion Darfur droht erneut eine Eskalation der Gewalt. Davor warnt der UNO-Sonderbeauftragte für die Verhinderung von Völkermord, Juan Mendez. Die von der sudanesischen Regierung unterstützen Dschandschawid-Milizen haben nach UNO-Angaben bereits mindestens 180.000 Menschen getötet und über zwei Millionen aus der Region vertrieben. Im Jahr 2003 war der Konflikt in Darfur durch eine blutige Rebellion zweier schwarz-afrikanischer Rebellengruppen ausgebrochen, die der arabisch-dominierten Regierung Diskriminierung der Schwarzafrikaner vorwarfen. Die Rebellion wurde von der Dschandschawid-Miliz mit einem Feldzug und Luftbombardements brutal niedergeschlagen. Seit diesem Zeitpunkt ist in Region keine Ruhe mehr eingekehrt. Ulrich Delius, Afrikareferent bei der Gesellschaft für bedrohte Völker, über die aktuelle Situation in Darfur und das Engagement der UNO zur Konfliktlösung.