04.10.2005

Nachrichtenarchiv 05.10.2005 00:00 Berlin: Spitzengespräch vereinbart - Merz schießt quer

Nach über zwei Stunden ist das dritte Sondierungsgespräch in Berlin zu Ende gegangen. Angela Merkel gab im Anschluss bekannt, nun werde ein Spitzengespräch folgen, in dem über Personalfragen gesprochen werde. Ein genauer Termin steht aber noch nicht fest. Der CDU-Steuerexperte Merz hatte kurz vor den Gesprächen seiner Parteivorsitzenden Merkel den Anspruch auf die Kanzlerschaft abgesprochen.

Nach über zwei Stunden ist das dritte Sondierungsgespräch in Berlin zu Ende gegangen. Angela Merkel gab im Anschluss bekannt, nun werde ein Spitzengespräch folgen, in dem über Personalfragen gesprochen werde. Ein genauer Termin steht aber noch nicht fest. Der CDU-Steuerexperte Merz hatte kurz vor den Gesprächen seiner Parteivorsitzenden Merkel den Anspruch auf die Kanzlerschaft abgesprochen. In der Wirtschaftswoche wies er darauf hin, dass 2,6 Millionen Wähler der Union zwar die Erststimme, nicht aber die Zweitstimme gegeben hätten. Für sie, so Merz, sei die Kanzlerkandidatin Merkel offenbar nicht wählbar gewesen. Äußerst kritisch äußerte sich Merz außerdem zu den Erfolgschancen einer großen Koalition. Entscheidend für die Lösung der Haushaltsprobleme sei die Lösung des Beschäftigungsproblems. Diese Fragen seien zwischen Union und SPD aber höchst strittig.Über erste Ergebnisse des Treffens berichtet Hartmut Kühne vom Rheinischen Merkur: