03.10.2005

Nachrichtenarchiv 04.10.2005 00:00 Nach der Dresden-Wahl: Schröder will nicht im Wege stehen

Im Kampf um die Macht im Kanzleramt setzt die Union die SPD erneut unter Druck. Alle Präsidiumsmitglieder der CDU wollen, dass Parteichefin Merkel jetzt als zukünftige Kanzlerin anerkannt wird und nicht erst im Zuge weiterer Verhandlungen. CDU Generalsekretär Kauder bezeichnete den Anspruch der SPD auf das Kanzleramt als unrealistisch.

Im Kampf um die Macht im Kanzleramt setzt die Union die SPD erneut unter Druck. Alle Präsidiumsmitglieder der CDU wollen, dass Parteichefin Merkel jetzt als zukünftige Kanzlerin anerkannt wird und nicht erst im Zuge weiterer Verhandlungen. CDU Generalsekretär Kauder bezeichnete den Anspruch der SPD auf das Kanzleramt als unrealistisch. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unions- Fraktion, Röttgen, sieht bisher keine Grundlage für Verhandlungen zwischen Union und SPD über eine große Koalition. Die Basis dafür habe sich noch nicht ergeben, so Röttgen in einem Zeitungs-interview. Morgen treffen sich beide Parteien erneut zu Sondierungsge-sprächen. Dabei sollte es eigentlich um Sachthemen wie den Arbeitsmarkt und soziale Sicherungssysteme gehen. Die CDU-Spitze hat nun bereits damit gedroht, die Gespräche abzubrechen, sollte die SPD in der Kanzlerfrage weiter keine Bewegung zeigen. Über die aktuellen Entwicklungen in der Hauptstadt berichtet Berlin-Korrespondent Gerhard Hofmann: