19.09.2005

Nachrichtenarchiv 20.09.2005 00:00 Köhler fordert Politiker zur Eile auf - Müntefering bestätigt - Fischer nimmt keine Parteiämter mehr

Im andauernden Machtpoker um eine Regierungsbildung hat sich jetzt Bundespräsident Köhler zu Wort gemeldet. Er forderte die Parteien dazu auf, sich schnell auf ein neues Regierungsbündnis zu einigen. Jeder wisse, dass das Land Handlungsfähigkeit brauche, so das Staatsoberhaupt. Dies sei eine Aufforderung an die Parteien, ihre Verantwortung ernst zu nehmen und sich um eine Lösung in dieser zugegeben schwierigen Zeit zu bemühen.

Im andauernden Machtpoker um eine Regierungsbildung hat sich jetzt Bundespräsident Köhler zu Wort gemeldet. Er forderte die Parteien dazu auf, sich schnell auf ein neues Regierungsbündnis zu einigen. Jeder wisse, dass das Land Handlungsfähigkeit brauche, so das Staatsoberhaupt. Dies sei eine Aufforderung an die Parteien, ihre Verantwortung ernst zu nehmen und sich um eine Lösung in dieser zugegeben schwierigen Zeit zu bemühen. Da die Machtverhältnisse nicht geklärt sind, halten sich die großen Parteien allerdings alle Optionen offen. CDU Chefin Merkel will sich bereits übermorgen zu Sondierungsgesprächen mit FDP Chef Westerwelle treffen. Außerdem sind Gespräche mit dem SPD Parteivorsitzenden Müntefering geplant. Außenminister Fischer wird nicht für den Vorsitz der Grünen-Fraktion kandidieren. Auch für andere Ämter in Partei und Fraktion steht er nicht zur Verfügung. Sein Bundestagsmandat wolle er aber annehmen, so Fischer nach der Fraktionssitzung in Berlin. Auch die Fraktionen von Union und SPD sind am Nachmittag zusammen gekommen. Zwei Tage nach der Wahl wurde Franz Müntefering mit 95,2% der Stimmen als Fraktionsvorsitzender bestätigt. Die CSU Landesgruppe hat Michael Glos als Chef bestätigt. Das Ergebnis für Angela Merkel steht noch aus.Über den aktuellen Stand der Partei-Strategien berichtet Gerhard Hofmann aus Berlin: