01.08.2005

Nachrichtenarchiv 02.08.2005 00:00 DGB wirft Wirtschaft bei Lehrstellen "Wortbruch" vor

Angesichts einer großen Lehrstellenlücke hat der Deutsche Gewerkschaftsbund der Wirtschaft „Wortbruch" vorgeworfen. Es gebe 9,3 Prozent weniger Ausbildungsplätze als 2004, sagte DGB-Vorstandsmitglied Sehrbrock der "Neuen Presse". Momentan fehlen 169.000 Lehrstellen. Die Kluft zwischen unversorgten Jugendlichen und gemeldeten Lehrstellen von derzeit 169.000 Plätzen sei nicht nur eine rechnerische Lücke.

Angesichts einer großen Lehrstellenlücke hat der Deutsche Gewerkschaftsbund der Wirtschaft „Wortbruch" vorgeworfen. Es gebe 9,3 Prozent weniger Ausbildungsplätze als 2004, sagte DGB-Vorstandsmitglied Sehrbrock der "Neuen Presse". Momentan fehlen 169.000 Lehrstellen. Die Kluft zwischen unversorgten Jugendlichen und gemeldeten Lehrstellen von derzeit 169.000 Plätzen sei nicht nur eine rechnerische Lücke. "Die Situation derjenigen Jugendlichen, die im vergangenen Jahr keinen Ausbildungsplatz ergattern konnten, verschärft sich von Tag zu Tag", sagte Sehrbrock. Die Bundesagentur für Arbeit hatte die aktuelle Lücke auf 169.000 Lehrstellen beziffert - 8000 mehr als 2004. Ludwig Rieber ist für Fragen der Sozialethik in der Arbeitswelt bei der Evangelischen Kirche zuständig. Im Interview formuliert er die kirchliche Kritik an den Arbeitgebern.