11.07.2005

Nachrichtenarchiv 12.07.2005 00:00 Brasilien im Korruptionskampf

Der brasilianische Präsident Lula da Silva regiert mit seiner Arbeiterpartei PT gerade mal mit 90 von rund  500 Sitzen im Parlament. Seine Unterstützung im eigenen Land geht also gegen Null. Jeden Monat hat der Präsident die Abgeordneten anderer Parteien mit rund 10.000 Euro geschmiert.

Der brasilianische Präsident Lula da Silva regiert mit seiner Arbeiterpartei PT gerade mal mit 90 von rund  500 Sitzen im Parlament. Seine Unterstützung im eigenen Land geht also gegen Null. Jeden Monat hat der Präsident die Abgeordneten anderer Parteien mit rund 10.000 Euro geschmiert. Und so hatte er plötzlich auch die Mehrheit für seine Gesetze. Doch das reicht noch nicht aus. Jetzt hat Präsident Lula der Opposition angeboten, nächstes Jahr nicht mehr anzutreten, wenn seine Gegner ihn bis dahin in Ruhe zu Ende regieren lassen.Michael Sommer ist stellvertretender Geschäftsführer des latein-amerikanischen Hilfswerks Adveniat in Essen. Er betrachtet die Lage kritisch.