09.07.2005

Nachrichtenarchiv 10.07.2005 00:00 Appell: Kölner Dom soll Weltkulturerbe bleiben

In einem eindringlichen Appell haben Dompropst Norbert Feldhoff und Dombaumeisterin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner die UNESCO und die Stadt Köln aufgefordert, den Kölner Dom auf der Liste des Weltkulturerbes zu belassen. „Tun Sie alles, damit der Dom auf der Liste bleibt, anderenfalls schaden Sie dem gemeinsamen Erbe der Menschheit mehr, als Ihnen heute bewusst ist", fordern die Unterzeichner in ihrem Schreiben.

In einem eindringlichen Appell haben Dompropst Norbert Feldhoff und Dombaumeisterin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner die UNESCO und die Stadt Köln aufgefordert, den Kölner Dom auf der Liste des Weltkulturerbes zu belassen. „Tun Sie alles, damit der Dom auf der Liste bleibt, anderenfalls schaden Sie dem gemeinsamen Erbe der Menschheit mehr, als Ihnen heute bewusst ist", fordern die Unterzeichner in ihrem Schreiben. Es wäre eine nationale Schande, den Dom von der Welterbeliste zu streichen, „vor allem eine Schande für die Stadt Köln, an die wir heftig appellieren, alles zu tun, um zu einer Verständigung mit dem Welterbekomitee zu kommen", heißt es darin weiter. An das Welterbekomitee richten sie die Frage: „Kann die ungenügende Bebauung der anderen Rheinseite die Bedeutung des Domes wirklich so sehr beeinträchtigen? Die für den Dom Verantwortlichen haben den Eindruck, dass hier in Köln ein Exempel statuiert werden soll." Im südafrikanischen Durban beginnt am Montag die Tagung des Weltkulturerbe-Komitees des UNESCO. Eine Woche lang wird darüber diskutiert, welche Kulturdenkmäler zu dem erlauchten Kreis des Weltkulturerbes gehören dürfen und welche nicht."Vielleicht wird über den Kölner Dom erst später entschieden.", meint Dieter Offenhäuser, Pressesprecher der deutschen UNESCO-Kommission.