05.06.2005

Nachrichtenarchiv 06.06.2005 00:00 Kardinal Meisner äußert Kritik an den christlichen Parteien, CDU und CSU

"Ich habe aus meinem Herzen noch nie eine Mördergrube gemacht. So habe ich mich z.B. einst mit Frau Merkel angelegt, als Altkanzler Kohl sie ins Kabinett holte. Wie konnte eine Frau Familienministerin werden, die selbst geschieden ist und mit einem geschiedenen Mann zusammenlebt? Bei Stoibers Schattenkabinett war es mit der designierten Familienministerin ähnlich", sagte der Kardinal der Westdeutschen Zeitung.

"Ich habe aus meinem Herzen noch nie eine Mördergrube gemacht. So habe ich mich z.B. einst mit Frau Merkel angelegt, als Altkanzler Kohl sie ins Kabinett holte. Wie konnte eine Frau Familienministerin werden, die selbst geschieden ist und mit einem geschiedenen Mann zusammenlebt? Bei Stoibers Schattenkabinett war es mit der designierten Familienministerin ähnlich", sagte der Kardinal der Westdeutschen Zeitung. "Die Unionsparteien hatten mit mir ihre Schwierigkeiten. Ich meine, dass in unserer gesellschaftlichen Säkularisation eine christliche Volkspartei keine Mehrheiten mehr erreicht. Deshalb sollten sie das "C" streichen, ohne ihre Substanz aufzugeben. Denn was christlich ist, kann nicht die CDU definieren. Das machen wir! So kann es passieren, dass wir die Partei kritisieren müssen", führte er weiter aus. Ein Interview mit Dr. Hermann Kues MdB - , Kirchenbeauftragter der CDU/CSU Fraktion im domradio Mittag.