01.05.2005

Nachrichtenarchiv 02.05.2005 00:00 Atomwaffen in Deutschland und die Überprüfung des Atomwaffen Sperrvertrags in New York

Vertreter deutscher Parteien  fordern die US-Regierung auf, ihre Atomwaffen aus Deutschland und Europa abzuziehen. Anlass ist die UN-Konferenz in New York. Ab Montag beginnt dort die siebte Überprüfung des Atomwaffensperrvertrages (NVV). Die 188 Unterzeichnerstaaten treffen sich, um vier Wochen lang über die Zukunft des NVV zu beraten.

Vertreter deutscher Parteien  fordern die US-Regierung auf, ihre Atomwaffen aus Deutschland und Europa abzuziehen. Anlass ist die UN-Konferenz in New York. Ab Montag beginnt dort die siebte Überprüfung des Atomwaffensperrvertrages (NVV). Die 188 Unterzeichnerstaaten treffen sich, um vier Wochen lang über die Zukunft des NVV zu beraten. Seit der letzten Überprüfungskonferenz vor fünf Jahren ist Nordkorea ausgeschieden und hat angekündigt, eigene Atomwaffen zu besitzen. Die USA haben wollen sich nicht länger an bereits vereinbarte Schritte zur Abrüstung ihrer Arsenale halten. Mit so genannten "Mini-Nukes" wollen sie außerdem den Sperrvertrag umgehen. Schon 2003 beschloss der Senat die Aufhebung des Verbots zur Entwicklung dieser kleinen Atomwaffen. Begründet wird dies unter anderem damit, dass Atombomben chemische oder biologische Waffenlager so zerstören können, dass sie ungefährlich werden. Kritiker fürchten den Missbrauch durch Terroristen, die Folgen für Mensch und Umwelt und eine Senkung der Schwelle für den Einsatz von Atombomben.