24.04.2005

Nachrichtenarchiv 25.04.2005 00:00 Nach jahrelangem Tauziehen haben Bulgarien und Rumänien in Luxemburg ihre EU-Beitrittsverträge unter

Mit einem Bruttoinlandsprodukt, das 30 Prozent unter EU-Durchschnitt liegt, wären Rumänien und Bulgarien die ärmsten Länder in einem Europa der 27. Bis zu ihrem Beitritt müssen die Länder aber noch die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Wirtschaft steigern, die Landwirtschaft modernisieren, ihre Roma-Minderheiten besser integrieren und ihre Gesellschaften auf die Anforderungen der EU vorbereiten.Neben einer Justizreform werden außerdem weitere Maßnahmen zum Kampf gegen die organisierte Kriminalität und die Korruption gefordert.Sollten Sofia und Bukarest in ihren Reformbemühungen nachlassen, sieht eine Schutzklausel vor, dass ihr Beitritt auf 2008 verschoben werden kann.Beide Länder zeigen sich zuversichtlich, den Herausforderungen gewachsen zu sein.

Mit einem Bruttoinlandsprodukt, das 30 Prozent unter EU-Durchschnitt liegt, wären Rumänien und Bulgarien die ärmsten Länder in einem Europa der 27. Bis zu ihrem Beitritt müssen die Länder aber noch die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Wirtschaft steigern, die Landwirtschaft modernisieren, ihre Roma-Minderheiten besser integrieren und ihre Gesellschaften auf die Anforderungen der EU vorbereiten.Neben einer Justizreform werden außerdem weitere Maßnahmen zum Kampf gegen die organisierte Kriminalität und die Korruption gefordert.Sollten Sofia und Bukarest in ihren Reformbemühungen nachlassen, sieht eine Schutzklausel vor, dass ihr Beitritt auf 2008 verschoben werden kann.Beide Länder zeigen sich zuversichtlich, den Herausforderungen gewachsen zu sein. In der Bevölkerung stoßen die Bemühungen der jeweiligen Regierung auf enorme Zustimmung. Die Bürger erhoffen sich von einem EU-Beitritt eine rasche Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. Der rumänische Außenminister Mihai-Razvan Ungureanu warnte seine Landsleute bereits vor übertriebenen Erwartungen. Sie müssten verstehen, dass die EU kein "Spielzeugladen" sei: "Ohne Schweiß und Arbeit gibt es keine Süßigkeiten."Ein Interview mit Martin Brusis vom Centrum für angewandte Politikforschung