18.04.2005

Nachrichtenarchiv 19.04.2005 00:00 Münteferings Kapitalismuskritik: Richtungswechsel oder Wahlkampfparolen?

Die Diskussion um die kapitalistischen Äußerungen von SPD-Chef Franz Müntefering geht weiter. Schützenhilfe bekam der Müntefering unter anderem vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Peer Steinbrück (SPD) und dem niedersächsischen SPD-Fraktionschef Sigmar Gabriel.

Die Diskussion um die kapitalistischen Äußerungen von SPD-Chef Franz Müntefering geht weiter. Schützenhilfe bekam der Müntefering unter anderem vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Peer Steinbrück (SPD) und dem niedersächsischen SPD-Fraktionschef Sigmar Gabriel. Auch Bundeskanzler Schröder signalisierte am Montag Zustimmung.  Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat dagegen davor gewarnt, die von der SPD angestoßene Debatte über mangelndes Verantwortungsbewusstsein von Unternehmen weiter zu verschärfen. Der indirekte Boykott-Aufruf der stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Ute Vogt gegen Firmen, die Arbeitsplätze abbauen, führe zu einer weiteren Polarisierung. Was verbirgt sich hinter den klassenkämpferischen Aussagen der SPD-Spitze? Professor Christian Fenner, Politologe und Parteienforscher an der Universität Leipzig, gibt Auskunft: