22.03.2005

Nachrichtenarchiv 23.03.2005 00:00 Berufungsgericht: Terri Schiavo wird nicht am Leben erhalten

Das Berufungsgericht von Atlanta hat verfügt, dass die Koma-Patientin Terri Schiavo nicht wieder künstlich ernährt wird. Ihre Eltern wollen erneut Berufung gegen das Urteil einlegen.Das Gericht entschied mit 2:1 Stimmen gegen den Eilantrag der Eltern, die am Freitag gestoppte künstliche Ernährung der 41-Jährigen wieder aufzunehmen.

Das Berufungsgericht von Atlanta hat verfügt, dass die Koma-Patientin Terri Schiavo nicht wieder künstlich ernährt wird. Ihre Eltern wollen erneut Berufung gegen das Urteil einlegen.Das Gericht entschied mit 2:1 Stimmen gegen den Eilantrag der Eltern, die am Freitag gestoppte künstliche Ernährung der 41-Jährigen wieder aufzunehmen. Die Entfernung der Sonde war von Schiavos Ehemann durchgesetzt worden. Er macht geltend, seine von Ärzten für hirntot erklärte Frau hätte in diesem Zustand nicht weiterleben wollen. Die Eltern ihrerseits kämpfen dafür, dass ihre Tochter am Leben erhalten wird. Als moralisch "unerlaubte und schwerwiegende Tat" hat der Vatikan die jüngste Gerichtsentscheidung kritisiert. Er hoffe, dass der Richterspruch nicht Schule macht, erklärte der Präsident der Vatikanischen Akademie für das Leben, Bischof Elio Sgreccia, am Dienstag in Radio Vatikan. Zum Thema: Wilfried Beer im Interview. Der Vater eines Wachkoma-Patienten hat den Verein Wachkoma Hilden gegründet, sein Sohn Michael liegt seit vier Jahren im Wachkoma. Wilfried Beer ist sich sicher: Michael reagiert auf die Therapie.