15.02.2005

Nachrichtenarchiv 16.02.2005 00:00 Syrien: Droht hier ein neuer Krisenherd?

Nach der Ermordung des libanesischen Ex-Ministerpräsidenten Rafik Hariri hat US-Aussenministerin Condoleezza Rice Syrien vorgeworfen, die Lage in Libanon zu "destabilisieren". Die syrische Regierung befinde sich auf einem Weg, auf dem sich die Beziehungen verschlechterten. "Das syrische Problem ist ein ernstes Problem", sagte Rice in Washington.

Nach der Ermordung des libanesischen Ex-Ministerpräsidenten Rafik Hariri hat US-Aussenministerin Condoleezza Rice Syrien vorgeworfen, die Lage in Libanon zu "destabilisieren". Die syrische Regierung befinde sich auf einem Weg, auf dem sich die Beziehungen verschlechterten. "Das syrische Problem ist ein ernstes Problem", sagte Rice in Washington. Sie warf Syrien zudem die Unterstützung des Terrorismus und der Aufständischen in Irak vor. Zuvor hatten die USA bereits ihre Botschafterin aus Damaskus abberufen. Der sunnitische Muslim Hariri unterhielt enge Verbindung zu den Christen des Landes sowie zum Vatikan. Mehrmals war er mit Papst Johannes Paul II. zusammengetroffen. Der maronitische Patriarch Kardinal Nasrallah Sfeir und der Nuntius des Vatikan im Libanon, Erzbischof Luigi Gatti, haben den tödlichen Anschlag auf Hariri scharf verurteilt.Drohen Syrien nun Sanktionen, fällt es nun unter Bush´s Rubrik "Schurkenstaaten"? Welche Folgen hätte das für die Region?Zum Thema: Ein Interview mit Birgit Cerha, Korrespondentin in Beirut.