14.02.2005

Nachrichtenarchiv 15.02.2005 00:00 Visa-Affäre: Stoiber fordert Fischers Rücktritt

Außenminister Fischer gerät in der Visa-Affäre weiter unter Druck. Die Opposition bezichtigt ihn, die Unwahrheit gesagt zu haben. Aus der rot-grünen Koalition erhält Fischer dagegen Unterstützung. Der CDU-Obmann im Visa-Untersuchungsausschuss, von Klaeden, wirft Außenminister Fischer vor, seine gestrige Erklärung, er habe erst im Zusammenhang mit dem Ausschuss von den Missständen bei der Visa-Vergabe erfahren, sei unwahr.

Außenminister Fischer gerät in der Visa-Affäre weiter unter Druck. Die Opposition bezichtigt ihn, die Unwahrheit gesagt zu haben. Aus der rot-grünen Koalition erhält Fischer dagegen Unterstützung. Der CDU-Obmann im Visa-Untersuchungsausschuss, von Klaeden, wirft Außenminister Fischer vor, seine gestrige Erklärung, er habe erst im Zusammenhang mit dem Ausschuss von den Missständen bei der Visa-Vergabe erfahren, sei unwahr. Ähnliches hatte heute auch die "Rheinische Post" berichtet. Das Blatt zitiert aus einem internen Papier des Außenministeriums. SPD- Parlamentsgeschäftsführer Schmidt warnte im ZDF davor, Fischer vorzeitig zu verurteilen und forderte, die Ergebnisse des Untersuchungsausschusses abzuwarten. Auch Bundeskanzler Schröder nahm Fischer in Schutz. Die eigentlichen Leidtragenden der aktuellen Diskussion sind die Opfer von Schleuserbanden, Zwangsprostitution und Menschenhandel. Menschen aus Osteuropa, die in der Boulevardpresse schon alleine aufgrund ihrer Herkunft als kriminell diskriminiert werden. Dr. Ludwig Unger von Renovabis, dem katholischen Hilfswerk für Osteuropa, im domradio-Interview: