16.01.2005

Nachrichtenarchiv 17.01.2005 00:00 DNA-Analyse als Standardmaßnahme der Polizei?

Seit September 1998 darf das Bundeskriminalamt den genetischen Fingerabdruck besonders gefährlicher Straftäter in einer Datei speichern. Inzwischen sind mehr als 180.000 Datensätze erfasst. Die schnelle Aufklärung des Mordfalls Rudolph Moshammer am Wochenende dank einer DNA-Spur entfacht den Ruf nach einer Ausweitung von DNA-Tests jetzt neu.

Seit September 1998 darf das Bundeskriminalamt den genetischen Fingerabdruck besonders gefährlicher Straftäter in einer Datei speichern. Inzwischen sind mehr als 180.000 Datensätze erfasst. Die schnelle Aufklärung des Mordfalls Rudolph Moshammer am Wochenende dank einer DNA-Spur entfacht den Ruf nach einer Ausweitung von DNA-Tests jetzt neu. Die Kriminalpolizei und auch Politiker, wie der NRW-Innenminister Fritz Behrens und Innenminister Otto Schily von der SPD oder Edmund Stoiber von der Union, haben eine Ausweitung der Methode gefordert. FDP und Grüne wiesen diese Forderungen zurück. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, nannte die Ausweitung der Gen-Analyse aus Sicht der Bürgerrechte eine Katastrophe. Er verwies darauf, dass schon heute aus dem Genmaterial andere Merkmale, wie Krankheiten zu erkennen seien. Ein Interview mit Prof. Peter Schneider, Leiter des DNA Labors an der Kölner Rechtsmedizin.