09.01.2005

Nachrichtenarchiv 10.01.2005 00:00 Friedensabkommen im Sudan

Nach dem über 20 Jahre dauernden Bürgerkrieg haben am Sonntag der sudanesische Präsident Omar el Beschir und der Anführer der südsudanesischen Rebellengruppe John Garang erstmals ein Friedensabkommen unterzeichnet. Es gilt jedoch nicht für die Gegend um Dafur. Hintergrund des Konflikts sind die kulturellen Gegensätze der beiden Parteien.

Nach dem über 20 Jahre dauernden Bürgerkrieg haben am Sonntag der sudanesische Präsident Omar el Beschir und der Anführer der südsudanesischen Rebellengruppe John Garang erstmals ein Friedensabkommen unterzeichnet. Es gilt jedoch nicht für die Gegend um Dafur. Hintergrund des Konflikts sind die kulturellen Gegensätze der beiden Parteien. Nach dem Abkommen bekommt der Süden Autonomie und wird an der Macht in der Hauptstadt Khartum beteiligt, die Scharia, das islamische Recht, soll nur noch für Muslime im Norden gelten. Bei dem Krieg zwischen den Rebellen im christlichen Süden und der moslemischen Regierung im Norden sind zwei Millionen Menschen ums Leben gekommen. Ein Interview mit Toni Görtz, Afrikaexperte beim Katholischen Hilfswerk missio.