04.11.2004

Nachrichtenarchiv 05.11.2004 00:00 Umstrittene Sparmaßnahmen im Bistum Aachen

Das Bistum Aachen will die Löhne von rund 10.000 Beschäftigten um 17 Prozent kürzen. Bis 2008 müssten die Ausgaben um 60 Millionen Euro reduziert werden, sagte ein Sprecher der Diözese. Durch den Verkauf kirchlichen Vermögens könne nur wenig davon aufgefangen werden.

Das Bistum Aachen will die Löhne von rund 10.000 Beschäftigten um 17 Prozent kürzen. Bis 2008 müssten die Ausgaben um 60 Millionen Euro reduziert werden, sagte ein Sprecher der Diözese. Durch den Verkauf kirchlichen Vermögens könne nur wenig davon aufgefangen werden. Deshalb müsse das Bistum auch die Beschäftigten an der Konsolidierung beteiligen. Mitarbeitervertreter wiesen die Kürzungspläne als "maßlose Provokation" zurück. Dies sei der Versuch, "ein Lohndiktat nach Gutsherrenart" durchzusetzen. Die Mitarbeiterseite bekräftigte ihre Bereitschaft zu Verhandlungen über befristete Einschnitte beim Lohn. Als Gegenleistung müsse das Bistum aber auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten, hieß es. Zum Thema: Ein Interview mit Herbert Böhmer, Mitarbeiter-Vertreter im Bistum Aachen.