16.08.2004

Nachrichtenarchiv 17.08.2004 00:00 Nationaler Ethikrat in der Krise?

Am Mittwoch und Donnerstag wird der Nationale Ethikrat über das umstrittene therapeutische Klonen beraten. Derzeit gebe es darin bis zu fünf verschiedene Auffassungen, erklärte der Vorsitzende Spiros Simitis am Wochenende. Medienberichte, wonach der Rat das in Deutschland geltende Klonverbot abschaffen wolle, seien allerdings «an den Haaren herbeigezogen», sagte Simitis.

Am Mittwoch und Donnerstag wird der Nationale Ethikrat über das umstrittene therapeutische Klonen beraten. Derzeit gebe es darin bis zu fünf verschiedene Auffassungen, erklärte der Vorsitzende Spiros Simitis am Wochenende. Medienberichte, wonach der Rat das in Deutschland geltende Klonverbot abschaffen wolle, seien allerdings «an den Haaren herbeigezogen», sagte Simitis. Uneinigkeit herrscht im Rat anscheinend auch darüber, ob überhaupt eine einheitliche Empfehlung gefunden werden soll. Mehrere Mitglieder, darunter der Humangenetiker Reich, die Tübinger Ethikerin Eve-Marie Engels und die Biologin Regine Kollek, verlangen, kontroverse Fragen nicht wie bisher mittels Abstimmung zu entscheiden. Am vergangenen Mittwoch war in Großbritannien das erste Projekt für therapeutisches Klonen genehmigt worden.Hören Sie hier das Interview mit Prof. Dr. theol. Eberhard Schockenhoff, Mitglied des Ethikrates.