03.08.2004

Nachrichtenarchiv 04.08.2004 00:00 Aufregung um Hartz IV: Geht der Staat den Kindern ans Ersparte?

Die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe hat weitere Folgen: Etliche Menschen könnten Leistungen für Kinder verlieren, wenn diese eigenes Vermögen über 750 Euro besitzen. Um dies herauszufinden, werden auch Sparbücher von Kindern geprüft. Das ruft breite Kritik hervor.

Die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe hat weitere Folgen: Etliche Menschen könnten Leistungen für Kinder verlieren, wenn diese eigenes Vermögen über 750 Euro besitzen. Um dies herauszufinden, werden auch Sparbücher von Kindern geprüft. Das ruft breite Kritik hervor. Mit Empörung hat die Opposition auf die Regelung beim Arbeitslosengeld II reagiert, die PDS sprach von "sozialer Auslese" bei Kindern, denn Sparbücher seien häufig für eine spätere Ausbildung gedacht. Vertreter der Grünen nannten die Kritik "heuchlerisch". Das Gesetz sieht vor, dass die Leistungen für das Kind gekürzt werden, falls es eigenes Vermögen über 750 Euro besitzt. Ab 15 Jahren liegt der Freibetrag etwa für ein Sparbuch bei 4.100 Euro. Was sagen die Kirchen zu diesen Plänen? Ein Interview mit Dr. Georg Cremer. Generalsekretär des Sozialverbandes Caritas.