10.06.2004

Nachrichtenarchiv 11.06.2004 00:00 Debatte um Passive Sterbehilfe ist neu eröffnet

Eine vom Bundesjustizministerium eingesetzte Arbeitsgruppe fordert, alle Formen der passiven und indirekten Sterbehilfe straffrei zu stellen. Die Anwendung einer schmerzlindernden Maßnahme, die das Leben als „nicht beabsichtigte Nebenwirkung verkürzt", sowie „das Unterlassen oder das Beenden einer lebenserhaltenden medizinischen Maßnahme, wenn dies dem Willen des Patienten entspricht", soll ausdrücklich straffrei gestellt werden.

Eine vom Bundesjustizministerium eingesetzte Arbeitsgruppe fordert, alle Formen der passiven und indirekten Sterbehilfe straffrei zu stellen. Die Anwendung einer schmerzlindernden Maßnahme, die das Leben als „nicht beabsichtigte Nebenwirkung verkürzt", sowie „das Unterlassen oder das Beenden einer lebenserhaltenden medizinischen Maßnahme, wenn dies dem Willen des Patienten entspricht", soll ausdrücklich straffrei gestellt werden. Union, Bundesärztekammer und die Deutsche Hospizstiftung üben scharfe Kritik an dem Zypries-Vorschlag. Er drohe der aktiven Sterbehilfe ein Einfallstor zu bieten. Die Kirchen warnten vor jeder Form von Annäherung an Euthanasie-Regelungen. Zum Thema ein Interview mit Dr. Ursula Beykirch, die Vertreterin der Bischofskonferenz in der Arbeitsgruppe des Ministeriums. Interview Teil 1.