31.03.2004

Nachrichtenarchiv 01.04.2004 00:00 Das Kreuz mit dem Kopftuch: Berlin will religiöse Symbole im öffentlichen Dienst verbieten

Berliner Richter, Polizisten und Lehrkräfte dürfen im Dienst künftig weder Kopftuch, Kreuz oder Kippa noch andere religiöse Symbole tragen. SPD und PDS einigten sich nach langen Auseinandersetzungen jetzt auf ein Gesetz zur weltanschaulich-religiösen Neutralität des Staates.

Berliner Richter, Polizisten und Lehrkräfte dürfen im Dienst künftig weder Kopftuch, Kreuz oder Kippa noch andere religiöse Symbole tragen. SPD und PDS einigten sich nach langen Auseinandersetzungen jetzt auf ein Gesetz zur weltanschaulich-religiösen Neutralität des Staates. Ausgenommen von dieser Reglung sind berufliche Schulen, Einrichtungen des zweiten Bildungsweges, Hochschulen, Schulen in besonderer Trägerschaft und staatliche Kindertagesstätten. Evangelische und Katholische Kirche haben die Pläne des Berliner Senats verurteilt. Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky verwies auf die unterschiedlichen Bedeutungen von Kreuz und Kopftuch. Während ein Kreuz ein rein religiöses Symbol sei, impliziere das Kopftuch auch andere Bedeutungen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in Berlin. Das domradio-Interview zum Thema mit Stefan Förner, Pressesprecher des Erzbistums Berlin.