27.02.2003

Nachrichtenarchiv 28.02.2003 00:00 Die Irak-Krise – eine Bedrohung der Demokratien in Europa?

Während die Mehrheit der Bevölkerung in Europa gegen einen Irak-Krieg und für eine Friedenspolitik ist, folgen einige Regierungen wie z.B. Spanien, Italien und England dem auf Konfrontation ausgerichteten Irak-Kurs des Präsidenten Bush in den USA. Blair folgt konsequent dem Bush-Kurs obwohl fast 80 Prozent der Briten den Irak-Krieg nicht wollen.

Während die Mehrheit der Bevölkerung in Europa gegen einen Irak-Krieg und für eine Friedenspolitik ist, folgen einige Regierungen wie z.B. Spanien, Italien und England dem auf Konfrontation ausgerichteten Irak-Kurs des Präsidenten Bush in den USA. Blair folgt konsequent dem Bush-Kurs obwohl fast 80 Prozent der Briten den Irak-Krieg nicht wollen. Ein Viertel seiner Labour-Partei stimmte am Mittwoch gegen Blairs Irak-Kurs. Kanzler Schröder dagegen, wird Populismus vorgeworfen, weil er sich von Anfang an konsequent hinter die Meinung des deutschen Wählers und damit gegen einen Irak-Krieg gestellt hat. Gefährdet diese Differenz zwischen den Politikern und ihrem Volk die Demokratie? Zu dem Grundkonflikt der Politiker, zwischen Staatsräson und Volksmeinung, ein Interview mit Franziska Hagedorn, Politikwissenschaftlerin, Kulturwirtin und  Europa-Expertin im Centrum für angewandte Politikforschung in München.