14. Februar

Methodius

Methodius und Cyrillus waren Brüder und stammten aus Thessaloniki. Beide beherrschten die in Mazedonien verbreitete slawische Sprache. Sie reisten 860 als Glaubensboten im Auftrag des byzantinischen Kaisers zu den Chasaren. In Cherson fanden sie Reliquien des Papstes Clemens I., die sie später nach Rom brachten. 863 sandte sie Kaiser Michael III. nach Mähren. Hier schuf Cyrillus ein slawisches Alphabet und übersetzte Texte der Heiligen Schrift und der Liturgie. Mit Glaubensboten der lateinischen Kirche, die bereits im großmährischen Reich wirkten, ergaben sich hier erste Schwierigkeiten, die sich 866 in Pannonien fortsetzten, wo Cyrillus und Methodius slawische Texte benutzten, die in Salzburg und Aquileja angefertigt worden waren. Die beiden Brüder traten in Rom dafür ein, dass auch das Slawische als liturgische Sprache anerkannt wurde, und fanden 867 die Billigung Hadrians II. In Rom erkrankte Cyrillus, starb am 14. Februar 869 und wurde in der Kirche des hl. Clemens beigesetzt. Hadrian II. ernannte darauf Methodius zum Erzbischof von Pannonien und Mähren und zum Legat des Apostolischen Stuhles bei den Slawen. Erzbischof Adalwin von Salzburg und seine Suffragane betrachteten Pannonien und Mähren als ihr Missionsgebiet und verurteilten Methodius auf der Synode zu Regensburg 870 zur Verbannung nach Ellwangen. Papst Johannes VIII. erreichte 873 die Freilassung des Methodius. Aber er schränkte seine Befugnisse ein und stellte ihm den Suffraganbischof Wiching mit Sitz in Nitra zur Seite. Unter der direkten Leitung Roms, unabhängig von der fränkischen Reichskirche, sollte sich der Aufbau des kirchlichen Lebens in den gleichberechtigten lateinischen und slawischen Kirchensprachen vollziehen. Nach einer wohl 881 unternommenen Reise nach Byzanz übersetzte Methodius weitere kirchliche Texte ins Slawische. Er starb am 6. April 885 zu Staré Mesto. Aus dem Missionsgebiet von Cyrillus und Methodius flossen Anregungen zu den Böhmen, Polen, Bulgaren und Russen. Johannes Paul II. erhob sie am 31.12.1980 zu Mitpatronen Europas.

Patrone gegen Gewitter.

Methodius hält das Bild des Jüngsten Gerichts in seiner Hand.

Für "Methodius" sind auch folgende Namen gebräuchlich:
Methodius


Informationen mit freundlicher Genehmigung des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken e.V. und heilige.de.

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