21.01.2019

Leipziger Nikolaikirche für sechs Monate "stumm" Wegen neuer Glocken

Die prominente Leipziger Nikolaikirche ist ab 1. April ein halbes Jahr lang stumm: Ende März ertönt das dreistimmige Geläut zum letzten Mal, dann wird es ausgebaut und mit der umfassenden Sanierung des Glockenturms begonnen.

Wie Pfarrer Bernhard Stief am Montag in Leipzig erläuterte, erklingt das neue, dann achtstimmige Geläut erstmals zum Friedensgebet am 9. Oktober, dem 30. Jahrestag der wichtigsten Leipziger Montagsdemonstration zum Auftakt der Friedlichen Revolution. Wie der Nikolaikirchenpfarrer berichtete, habe die nahe katholische Propsteigemeinde Sankt Trinitatis angeboten, bei wichtigen Ereignissen "ersatzweise" für Sankt Nikolai zu läuten.

Künftig läuten acht statt drei Glocken

Für das mit 600.000 Euro veranschlagte Sanierungsprojekt und die Aufstockung des Geläuts von drei auf acht Glocken sind laut Stief nun die nötigen Gelder zusammen. Die gesammelten Spenden, stockte die Ostdeutsche Sparkassenstiftung mit der Aktion "Aus 1 mach 3" auf, so dass nunmehr 410.000 Euro zur Verfügung stehen. Die weiteren Kosten werden demnach durch Fördergelder und Zuschüsse, etwa der Sächsischen Landeskirche (60.000 Euro) und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (25.000 Euro) finanziert.

Bereits im Mitte Februar beginnen Stief zufolge die Bauarbeiten mit der Aufstellung eines Außengerüsts. Im Inneren des Kirchturms wird der eine Glockenstuhl komplett ersetzt. Der zweite, in dem künftig die größte Glocke hängt - als Ersatz für die 1917 verloren gegangene "Osanna"-Glocke, muss lediglich saniert werden. Insgesamt sechs neue Glocken sollen voraussichtlich im März in Neunkirchen bei Heidelberg gegossen werden. Von den jetzigen drei Glocken in Sankt Nikolai können zwei ins neue Geläut übernommen werden.

Gauck ist Schirmherr des Glockenprojekts

Zu sehen ist das neue Geläut erstmals am 28. Juni. Mit einem großen Festumzug werden die Glocken durch die ganze Stadt gezogen und dann auf dem Nikolaikirchhof aufgestellt. An der Glockenweihe am darauffolgenden Tag will auch Altbundespräsident Joachim Gauck als Schirmherr des Glockenprojekts teilnehmen. Am 30. Juni beginnt dann der sogenannte Glockenaufzug. Dazu soll das Fenster im Turm vergrößert werden, damit die größte Glocke überhaupt per Kran in den Glockenturm gehoben werden kann, wie Stief erläuterte.

Der Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Friedrich-Wilhelm von Rauch, zeigte sich erfreut über den Erfolg der einjährigen Spendenaktion und würdigte die Nikolaikirche als "Ort des ganz besonderen Nachdenkens für uns Deutsche". Als Ausgangspunkt der Friedlichen Revolution 1989 sei es ein Ort mit "singulärer Bedeutung".

(KNA)

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