Kinderarbeit in Bangladesch: Besonders die Lage der Mädchen ist schwierig
Kinderarbeit in Bangladesch: Besonders die Lage der Mädchen ist schwierig

15.11.2017

Konferenz in Argentinien Papst ruft zu "Kreativität" gegen Kinderarbeit auf

Papst Franziskus hat die Teilnehmer der "Vierten Konferenz über die nachhaltige Beseitigung der Kinderarbeit" in Argentinien zu "Kreativität, Dialog und Entschlossenheit" ermuntert. Experten gehen davon aus, dass jedes zehnte Kind zur Arbeit gezwungen wird.

In einer Grußbotschaft, übermittelt von Kardinalsstaatssekretär Pietro Parolin, rief das Kirchenoberhaupt dazu auf, mit aller Kraft nach Wegen zu suchen, um Kinderarbeit auszumerzen und deren Ursachen zu bekämpfen.

An der noch bis zum Donnerstag laufenden Tagung der Internationalen Arbeitsorganisation ILO in Buenos Aires nehmen Firmen, Stiftungen und Repräsentanten aus 193 Ländern teil. Nach Angaben der Vereinten Nationen müssen derzeit weltweit 152 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 17 Jahren arbeiten. Unter den weltweit 25 Millionen Zwangsarbeitern sind 5,7 Millionen Kinder und Jugendliche.

ILO: Rückschritte im Kampf gegen Kinderarbeit

Nach Expertenschätzungen wird jedes zehnte Kind auf der Welt zur Arbeit gezwungen. Angestrebt wird, bis zum Jahr 2025 Kinder vom Zwang zur Arbeit zu befreien.

Die ILO hatte zuvor Rückschritte im Kampf gegen Kinderarbeit beklagt. Seit 1997 sei die Zahl arbeitender Kinder zwar um fast 100 Millionen gesunken. In den vergangenen vier Jahren sei diese Entwicklung jedoch stark gebremst worden, kritisierte ILO-Generaldirektor Guy Ryder.

(KNA)