Christian Hartl
Christian Hartl

03.03.2016

Der künftige Renovabis-Chef Hartl über seine neue Aufgabe "Sehen, hören, wahrnehmen, wertschätzen"

"Verlockendes Neuland" - so hat der künftige Hauptgeschäftsführer des katholischen Osteuropahilfswerks Renovabis, Christian Hartl, seine neue Aufgabe genannt. domradio.de sprach mit ihm über Erwartungen und neue Herausforderungen.

domradio.de: Sie haben Ihre Ernennung ja ein bißchen verdauen können. Auf "verlockendes Neuland" freuen Sie sich, haben Sie bei Ihrer Ernennung gesagt. Worauf besonders?

Dr. Christian Hartl (ab Oktober Geschäftsführer des katholischen Osteuropahilfswerks Renovabis): Das sind verschiedene Dimensionen. Zunächst einmal freue ich mich auf die vielen Kontakte mit den Projektpartnern. Der Zuständigkeitsbereich von Renovabis ist ja vielfältig. Viele Länder, viele Kontaktpersonen, viele Projekte. Aber natürlich freue ich mich auch auf die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Freising. Ich habe den Eindruck, dass dort ein sehr kompetentes Team arbeitet.

domradio.de: Welche Verbindungen haben Sie jetzt schon nach Osteuropa? 

Hartl: Eigentlich muss ich sagen, habe ich ein weltkirchliches Interesse schon seit langer Zeit. Ich war mal Bischofssekretär bei dem damaligen Augsburger Bischof Viktor Josef Dammertz, ein Missionsbenediktiner. Da war immer wieder Weltkirche im Bischofshaus zu Gast. Dann habe ich in Insbruck promoviert, am Institut für Interkulturelle Pastoraltheologie. Da waren auch immer wieder Studenten aus Osteuropa, mit denen ich viel diskutieren konnte. Aber sonst war mein Schwerpunkt eigentlich in der Vergangenheit mehr auf Ostafrika ausgerichtet. Insofern auch viel Neuland für mich - eine neue Dimension, die sich da öffnet.

domradio.de: Sie sind ja vor kurzem ernannt worden, treten Ihre Aufgabe aber erst im Oktober an. Warum dieser Vorlauf?

Hartl: Ich habe jetzt noch eine andere Aufgabe. Ich bin ja im Priesterseminar Lantershofen als geistlicher Begleiter tätig - das ist ein Seminar für Spätberufene, also für den dritten Bildungsweg. Die Aufgabe geht noch in den Sommer hinein. Dann braucht es Zeit für den Umzug und dann starte ich.

domradio.de: Bis dahin arbeiten Sie sich auch schon bei Renovabis ein oder kommt das dann alles ab Oktober? 

Hartl: Ich bin hier auch schon sehr stark gefordert. Ich werde mich sicher ein wenig kundig machen, aber meine Devise war immer: Erst die eine Aufgabe gut zu Ende bringen und dann die neue gut anpacken.

domradio.de: Wissen Sie denn schon, wie Sie sich Ihren Start bei Renovabis vorstellen? 

Hartl: Ich glaube, das wichtigste, wenn man eine neue Aufgabe enfängt, ist immer: Sehen, hören, wahrnehmen, wertschätzen. Ich möchte mir erst einmal von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Freising erzählen lassen, was Ihnen in der Vergangenheit wichtig geworden ist, wo sie die großen Herausforderungen sehen, was ich helfen und beitragen kann.

Das Interview führte Susanne Becker-Huberti. 

(dr)