26.12.2015

Serbischer Patriarch will das Kosovo auch mit Gewalt verteidigen "Heiligster Ort in Serbien"

Das Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Irinej, will im Kosovo die Interessen seines Landes auch mit Gewalt verteidigen. "Die Wahrheit" müsse "leider (auch) mit Gewalt verteidigt werden", sagte der Würdenträger.

Gegenüber der im Kosovo erscheinenden serbischen Zeitung "Jedinstvo" sagte der Patriarch: "Wir beten zu Gott, dass wir niemals in die Lage kommen, unser Land mit Gewalt verteidigen zu müssen", schränkte er jedoch ein.

Das fast nur noch von Albanern bewohnte Kosovo hatte sich vor knapp acht Jahren von Serbien abgespalten und wird heute von weit über 100 Staaten als selbstständiger Staat anerkannt. Serbien und die Kirche betrachten das Gebiet aber weiter als "den heiligsten Ort Serbiens, wo jeder Zoll der Erde mit dem Blut der besten Söhne, Töchter und Kinder unseres Volkes getränkt ist", wie der Patriarch sagte. Im Kosovo liegen viele mittelalterliche serbische Klöster und Schlachtfelder.

(dpa)