100 Jahre Schönstatt
100 Jahre Schönstatt

19.10.2014

Schönstatt-Bewegung beendet 100-Jahr-Feiern Zehntausende feierten Jubiläum

Mit internationalen Begegnungen und Gottesdiensten sind am Sonntag die 100-Jahr-Feiern der katholischen Schönstatt-Bewegung in Vallendar bei Koblenz zu Ende gegangen.

Seit Donnerstag hatten nach Veranstalter-Angaben rund 10.000 Teilnehmer aus 50 Ländern die Feiern besucht.
Beim Festakt am Samstag würdigte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) das Engagement der katholischen Bewegung für eine humane Gesellschaft. So leiste die Bewegung einen wichtigen Beitrag zum "Miteinander der Generationen" und dem Schutz menschlichen Lebens. Der christliche Glaube sei der Welt zugewandt.

Dreyer lobt Internationalität 
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zeigte sich von der Internationalität der Schönstatt-Bewegung beeindruckt. Die kleine Marienkapelle in Schönstatt sei ein weltbekannter Wallfahrtsort. "Was vor 100 Jahren in Schönstatt begann, wurde von Rheinland-Pfalz in die Welt getragen und hat sich zu einer Bewegung entwickelt, die Menschen in aller Welt Halt und Perspektive gibt." 
In seiner Predigt sagte der päpstliche Sondergesandte, Kardinal Giovanni Lajolo, die Kirche setze große Hoffnung auf die christlich geprägten Familien, die "Ehe und Familie als eine Berufung verstehen".

Gottvertrauen
Papst Franziskus würdigte im Vorfeld den "apostolischen Eifer" der Gründer. In einem lateinischen Schreiben an Kurienkardinal Lajolo erinnerte der Papst ferner an das Gottvertrauen der Schönstatt-Gründer, das auch in der schwierigen Zeit nach zwei Weltkriegen nicht nachgelassen habe. 
Die geistliche Gemeinschaft hat nach eigenen Angaben bundesweit rund 20.000 Mitglieder. Gegründet wurde die Bewegung 1914 vom Pallottiner Josef Kentenich (1885-1968). Die Gemeinschaft bemüht sich um intensive Frömmigkeit im Alltagsleben. Eine große Rolle spielt die Marienverehrung.

Stärkung von Familie und Ehe 
Im Vorfeld hatte der Freiburger Alterzbischof Robert Zollitsch, Mitglied der Schönstatt-Bewegung, an den Auftrag der Gemeinschaft erinnert: "Es ist das Gebot der Stunde, alles zu tun, um Ehepaare und Familien zu stärken", erklärte Zollitsch. Nicht nur in Deutschland leiste die Schönstatt-Bewegung "Bemerkenswertes". Die Bewegung sei von Laien getragen; das Miteinander zwischen ihnen und Priestern sei konstruktiv, so der Erzbischof. "Das ist zweifellos ein Beitrag zur Erneuerung der Kirche."

(KNA)

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