Trauerfeier in Duisburg
Trauerfeier in Duisburg

24.07.2013

Duisburg gedenkt der Opfer der Loveparade-Katastrophe Schweigeminute, Glockengeläut und Gottesdienst

Mit einer Schweigeminute, dem Geläut aller Innenstadtkirchen sowie einem ökumenischen Gottesdienst haben die Menschen in Duisburg am Mittwoch der Opfer der Loveparade-Katastrophe vor drei Jahren gedacht.

Angehörige der Toten sowie viele der damals rund 500 Verletzten zogen am Nachmittag zu Fuß zum Unglückstunnel an der Karl-Lehr-Straße, um dort zu trauern und zu gedenken. Am Ort der damaligen Katastrophe legten NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (beide SPD) Blumen nieder.

Der Loveparade-Selbsthilfeverein hielt in einem Park in der Duisburger Innenstadt ein "Get-together" ab. Um 17 Uhr läuteten die Glocken aller Innenstadtkirchen, danach verharrte die Stadt in einer Schweigeminute.

Auch drei Jahre nach der Katastrophe gebe es bei den Angehörigen der Opfer "Schmerz, Verunsicherung und bei einigen auch Zorn", sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Duisburg, Lutz Peller zu Beginn eines Gottesdienstes in der katholischen Liebfrauenkirche. Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, Armin Schneider, sagte: "Es tut weh, dass die Fragen nach Verantwortung und Schuld immer noch nicht beantwortet sind." Auch das sorge mit dafür, dass die Wunden bei den Betroffenen nicht heilen wollten.

Zu meditativer Musik wurden in dem Gottesdienst die Namen der 21 Toten verlesen. Dazu wurde jeweils eine Kerze entzündet. Eine 22. Kerze wurde für die Verletzten und Traumatisierten entzündet. Am Abend sollte die öffentliche Gedenkveranstaltung der Stadt in der evangelischen Salvatorkirche stattfinden.

Neues Mahnmal

Am dritten Jahrestag der Katastrophe wurde zudem das neue Mahnmal am Ort des Unglücks offiziell eröffnet. 21 Holzkreuze mit den Vornamen und Alter der Todesopfer erinnern hier an die jungen Menschen, die bei einer Massenpanik im dichten Gedränge zu Tode gequetscht wurden. Verletzte und Angehörige der Opfer hatten sich im Vorfeld des dritten Jahrestages dafür ausgesprochen, die Gedenkveranstaltung kleiner zu halten. Statt Reden und Statements hatten sie für mehr symbolische Aktionen plädiert.

Bereits in der Nacht zum Mittwoch hatten die Menschen mit einer "Nacht der 1.000 Lichter" den Opfern der Katastrophe gedacht. Unterdessen gab es am Mittwoch auch viele Stimmen, die von der Stadt Duisburg ein größeres Engagement bei der Aufklärung forderten. Die Schuldfrage ist noch immer ungeklärt. Ein möglicher Prozess gegen Verantwortliche ist bislang nicht terminiert.

Neben dem am Mittwoch offiziell eröffneten Mahnmal unmittelbar am Unglücksort erinnern in Duisburg außerdem ein Denkmal in der Nähe des Tunnels, eine Gedenktafel sowie 21 Magnolienbäume an die Opfer der Katastrophe vor drei Jahren. Am 24. Juli 2010 waren bei der Loveparade in Duisburg 21 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 500 wurden verletzt.

 

(epd)

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