72 Stunden anpacken: beispielsweise in den Hochwasser-Gebieten
72 Stunden anpacken: beispielsweise in den Hochwasser-Gebieten

10.06.2013

Jugendbischof lobt BDKJ-Aktion Weit mehr als 72 Stunden

Jugendbischof Karl-Heinz Wiesemann erwartet im domradio.de-Interview von der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend doppelte Nachhaltigkeit: Beide Seiten würden von der Hilfe profitieren.

domradio.de: Worum geht es in den 72 Stunden?

Wiesemann: Es geht vor allen Dingen darum, dass junge Leute sich engagieren, Verantwortung übernehmen, aus dem Glauben heraus auch Freude daraus entwickeln, für andere etwas zu machen. Und da gibt es ganz viele verschiedene Projekte, in Dörfern, Städten, Institutionen. Und jetzt hat natürlich die Hochwasser-Katastrophe noch dazu beigetragen, dass junge Leute dort mithelfen.

domradio.de: Wie reagieren die, denen geholfen wird?

Wiesemann: Ich treffe immer wieder Menschen, die von der letzten Aktion vor einigen Jahren berichten und sagen: Das haben Jugendliche gemacht! Die Aktion ist also sehr nachhaltig.

domradio.de: Die Aktion ist eine konkrete Form der Nächstenliebe, was ist ihr konkretes Ziel?

Wiesemann: Zu zeigen: Glaube und Tat gehören zusammen, der Gläubige engagiert sich aus seinem Glauben heraus. Gottesliebe und Nächstenliebe gehören zusammen. Und dann geht es auch darum zu zeigen, dass Jugendliche wirklich Freude daran haben, sich für etwas Positives zu engagieren, Sinn im Leben zu finden, für andere einzustehen, solidarisch zu sein und Not zu lindern.

domradio.de: Erwarten Sie auch hier eine Nachhaltigkeit?

Wiesemann: Das tue ich. In den 72 Stunden geschieht komprimiert Vorbildliches, und das wird bei den Jugendlichen Eindruck hinterlassen. Und ihnen Mut machen, sich darüber hinaus im Leben zu engagieren.

Das Gespräch führte Christian Schlegel.

(dr)