20.03.2013

Zyperns Kirche bietet ihr Vermögen zur Staatsrettung an Immenser Grundbesitz

Die orthodoxe Kirche in Zypern will ihr Vermögen zur Rettung der Staatsfinanzen zur Verfügung stellen. Nach einem Treffen mit Präsident Nikos Anastasiadis am Mittwoch sprach sich Erzbischof Chrysostomos II. erneut auch für die Ausgabe von Staatsanleihen aus, wie die nordzyprische Zeitung «Famagusta Gazette» (Mittwoch) berichtete.

Die Kirche wolle der Regierung bei ihren Bemühungen um eine Finanzrettung unter die Arme greifen, erklärte das Oberhaupt der orthodoxen Kirche Zyperns. "Das gesamte Eigentum der Kirche steht dem Land zur Verfügung, um das Volk zu unterstützen, damit das Banksystem nicht kollabiert und wir auf eigenen Füßen stehen können", zitierte die Zeitung Chrysostomos II. Die Kirche verfüge über immensen Grundbesitz, fügte der Erzbischof hinzu. Er sei sicher, dass die Bürger dem Staat helfen wollten.

Anfang der Woche hatte Chrysostomos II. den europäischen Rettungsplan für die Mittelmeerinsel kritisiert. Im Notfall müsse Zypern den Euro aufgeben. Mit Blick auf die von der Euro-Gruppe geforderte Zwangsabgabe aller Kontoinhaber in Zypern sprach er von einer «Niederträchtigkeit der Europäer».

(KNA)