Lehrerin Wilma Overbeck
Lehrerin Wilma Overbeck

10.03.2013

Schüler im Musical "Oh, wie schön ist Colonia"

Dafür haben die Janosch-Figuren kleiner Tiger und kleiner Bär sogar kölsch gelernt: In ein paar Tagen hat das 18. Musical Premiere, das Wilma Overbeck mit Kölner Grundschülern geprobt hat. Mit dem Stück verabschiedet sich die Lehrerin mit Leidenschaft in den Ruhestand.

In den vergangenen 20 Jahren hat die engagierte Lehrerin an der Gemeinschaftsgrundschule Martinusstraße in Köln-Esch mit ihren Schülerinnen und Schülern insgesamt 17 Musicals auf die Bühne gebracht. Im Sommer wird Wilma Overbeck pensioniert. Zum Abschluss führt sie vom 15. bis 20. März im Bürgerzentrum in Köln Chorweiler je ab 18 Uhr mit ihren Kindern das selbst verfasste Musical "Oh, wie schön ist Colonia" auf.

Das kölsche Singspiel ist auch eine Reise durch die früheren Musicals. Pünktchen und Anton kommen genauso vor wie Ali Baba, Räuber Hotzenplotz , Zwerg Nase, der kleine Prinz, die Heinzelmännchen und viele andere. Hauptsächlich geht es aber wie im Janosch-Original "Oh, wie schön ist Panama" um Fernweh und Freundschaft. Über hundert Kinder machen mit, dazu einige Jugendliche und junge Erwachsene, die früher zu Overbecks Schützlingen zählten.

Wilma Overbeck ist heute von 9 bis 9.30 Uhr unser Sonntagsgast und erzählt, warum sie Kölsch-Kenntnisse immer noch wichtig findet, was Kinder beim Musical lernen und warum sie selbst viele Stunden Freizeit in solche Projekte investiert. Auch viele Eltern haben sich in all den Jahren für die Musicals engagiert. Die Kinder sind immer mit Feuereifer dabei, egal ob sie kleine Rollen ausfüllen, bei denen sie nicht singen und sprechen müssen, oder große Hauptrollen.

Wenn die beliebte Lehrerin im Sommer in Pension geht, will sie sich weiter für Kinder und Jugendlich einsetzen, dann für die "Offene Tür", eine Freizeiteinrichtung. „ Es ist schlimm, dass es in Esch nicht ausreichende Freizeitangebote für Jugendliche gibt“, meint Wilma Overbeck. Im Musical, im Schulunterricht und bald auch als Pensionärin gilt für sie der Grundsatz von Erich Kästner: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."