09.02.2013

Orden feiert 900-jähriges Bestehen in Rom Papst würdigt Malteser

Benedikt XVI. hat das weltweite karitative Engagement der Malteser gewürdigt. Ihr Einsatz ein Ausdruck der christlichen Brüderlichkeit, sagte der Papst bei den Feiern zum 900. Jubiläum der päpstlichen Anerkennung des Ordens.

Das Kirchenoberhaupt rief am Samstag (09.02.2013) in Rom die Ordensmitglieder auf, an ihrer Verbindung von karitativer Arbeit und tiefer Religiosität festzuhalten. Er erinnerte daran, dass die Malteser in den ersten Jahrhunderten nach ihrer Gründung vor allem Pilgern in Jerusalem geholfen hätten und damit "leuchtende Seiten christlicher Barmherzigkeit" gezeigt hätten.

Rund 4.000 Malteser hatten seit Donnerstag in Rom das 900-jährige Bestehen ihres Ordens begangen. Vor der Begegnung mit dem Papst feierten sie am Samstag gemeinsam mit Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone im Petersdom eine Messe. Aus Deutschland reisten 160 Teilnehmer zu den Vorträgen und Gottesdiensten in Rom an.

Spaltung im 16. Jahrhundert

Italienische Kaufleute gründeten den Orden im 11. Jahrhundert in Jerusalem als Bruderschaft, die Pilgern am Hospital zum Heiligen Johannes Schutz und Unterstützung gewährte. 1113 befreite Papst Paschalis II. den Orden von der Zehntpflicht und unterstellte die ersten europäischen Niederlassungen dem als Gründer der Gemeinschaft verehrten Meister Gerhard.

Im 16. Jahrhundert spaltete sich im Zuge der Reformation der ursprünglich nach dem Jerusalemer Hospital genannte Orden in die protestantischen Johanniter und einen katholischen Zweig. Mit der Ansiedlung auf der Insel Malta wechselte der katholische Orden seinen Namen in Malteser. Heute ist er im Unterschied zum Johanniterorden international als souveränes, nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt anerkannt.

(epd, dr)