20.11.2012

Friedensmahnung der Kirchen in Deutschland Israel rechtfertigt sich

Seit inzwischen einer Woche greift Israel Ziele im Gazastreifen an, mehr als 100 Palästinenser sind bei Luftangriffen getötet worden. Dennoch verteidigt die israelische Regierung ihr militärisches Vorgehen im Gazastreifen gegen Mahnungen der Kirchen in Deutschland.

Israel tue alles in seiner Macht stehende, um palästinensische Zivilisten zu schützen. Die Hamas hingegen greife gezielt die israelische Zivilbevölkerung an, erklärte die israelische Botschaft. Sie antwortete damit auf eine Stellungnahme der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die zu einem Ende der Eskalation aufgerufen und Israel zur Wahrung der Verhältnismäßigkeit gemahnt hatten.

"Die Erklärung der Kirchen ist wichtig", teilte die israelische Botschaft mit. Zugleich gab sie der Hamas die Schuld an der Gefährdung der palästinensischen Zivilbevölkerung. Diese nutze die eigenen Leute als Schutzschild. "Israel ist bemüht, Opfer in der palästinensischen Zivilbevölkerung zu verhindern", erklärte die Botschaft. Sie verwies auf den Abwurf tausender Flugblätter über dem Gazastreifen, in denen Zivilisten aufgefordert worden seien, sich von Einrichtungen der Hamas fernzuhalten. Zudem liefere Israel weiterhin Nahrungsmittel und medizinisches Material in den Gazastreifen. 26 Patienten aus dem Palästinensergebiet seien allein am Sonntag zur Behandlung nach Israel gelassen worden, so die Vertretung in Berlin.

Appell der Kirchen
Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, und der EKD-Ratsvorsitzende Präses Nikolaus Schneider hatten am Sonntag in einer gemeinsamen Erklärung ein Ende der "Strategie der Gewalteskalation" gefordert. Die Bevölkerung im Gazastreifen dürfe nicht erneut von der eigenen Regierung als Einsatz in einem Machtspiel missbraucht werden.

"Wir fordern zugleich mit Entschiedenheit die israelische Regierung auf, in ihren militärischen Maßnahmen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit strikt zu beachten", erklärten die Kirchenspitzen. Das Recht Israels auf Selbstverteidigung finde seine Grenze in der Pflicht, die Zivilbevölkerung zu schonen.

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Morgenimpuls mit Schwester Katharina

Jeden Morgen von Montag bis Freitag on Air und Online: Schwester Katharina Hartleib aus Olpe begleitet Sie mit spirituellen Impulsen in den Tag.

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 15.10.
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

  • Ein halbes Jahr nach dem Brand: Wie sieht es in Notre Dame aus?
  • Das Leben als Blinde in einer Großstadt
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff