05.11.2012

Erklärung des Gesprächskreises "Christen und Muslime" Ein Wunsch: mehr Zusammenarbeit

Katholiken und Muslime in Deutschland wollen enger zusammenarbeiten. In einer gemeinsamen Erklärung betonten sie Gemeinsamkeiten im Menschenbild, im Gottesverständnis und in der Ethik. Fundamentalistischen Strömungen erteilen sie eine Absage.

Sie machten deutlich, dass beide Religionen auch einen gemeinsamen Auftrag für die Gesellschaft hätten, heißt es in einer am Montag (05.11.2012) in Köln veröffentlichten Erklärung des Gesprächskreises "Christen und Muslime" beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Der Islam werde zu häufig nur als Bedrohung und Hindernis für die gesellschaftliche Integration wahrgenommen. Dagegen setzten Christen und Muslime auf einen vertieften Dialog, der viele Parallelen aufgezeigt habe, heißt es.

Als Felder für ein partnerschaftliches Engagement nennt die Erklärung das Eintreten gegen Extremismus und Fremdenfeindlichkeit, die Beteiligung an der ethischen Diskussion um Biotechnologie und Medizin, den Einsatz für Bildung, für die Seniorenarbeit und die Altenpflege sowie in der Notfallbegleitung und Seelsorge. Außerdem gebe es viele Möglichkeiten für eine Kooperation in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

Absage an alle fundamentalistischen Strömungen
"Es widerspricht dem Modell der Partnerschaft, wenn einer der Partner die Rahmenbedingungen dafür setzt", unterstreicht die Erklärung. Habe sich die katholische Seite früher vor allem als Anwalt für die religiösen Belange der Muslime gesehen, gehe es nun um die Gleichberechtigung beider Seiten. Dabei sollten die theologischen Unterschiede zwar nicht ignoriert werden. Es sei jedoch klar, dass sich der universale Alleingültigkeitsanspruch von Christentum und Islam historisch nicht durchsetzen konnte.

Katholiken und Muslime betonen in der Erklärung "ausdrücklich die gemeinsame Absage an alle fundamentalistischen Strömungen" und den Wert der Religionsfreiheit. Sie gehöre "zu den unverzichtbaren Voraussetzungen für das gelingende Zusammenleben und für den interreligiösen Dialog". Christen und Muslime seien aufgerufen, gemeinsam nach der Rolle von Religion in der Gesellschaft zu fragen, in der eine zunehmende Anzahl von Menschen keiner Religion mehr angehört. Daraus darf laut der Erklärung aber keine gemeinsame Frontstellung von Christen und Muslimen gegen Religionslose resultieren.

Der Gesprächskreis "Christen und Muslime" beim ZdK, dem höchsten katholischen Laiengremium, besteht seit dem Jahr 2000. Darin diskutieren derzeit elf Christen und sieben Muslime über aktuelle Fragen der christlich-muslimischen Beziehungen in Deutschland.

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