18.01.2008

Nachrichtenarchiv 18.01.2008 06:23 Kolumbiens Kirche hofft auf Freilassung weiterer Geiseln

Im Bemühen um die Befreiung weiterer Geiseln hat die Katholische Bischofskonferenz Kolumbiens (CEC) neue Kontakte zur Rebellengruppe FARC geknüpft. Die Kirche hoffe nun, 44 Entführte aus der Hand der Guerillaorganisation frei zu bekommen, meldet die in Bogota erscheinende Zeitung "El Tiempo" (Donnerstag). Die Gespräche würden mit der nötigen Diskretion geführt, um ein humanitäres Abkommen zu erreichen, zitiert das Blatt den CEC-Vorsitzenden, Erzbischof Luis Augusto Castro Quiroga.
Die Freilassung der politischen Geiseln soll im Austausch gegen rund 500 inhaftierte FARC-Kämpfer erfolgen. Nach Angaben der "El Tiempo"
wird derzeit nach einem Verhandlungsort gesucht, der eine Alternative zu der von der FARC geforderten entmilitarisierten Zone im Süden Kolumbiens bietet.
Vertreter aus Politik und Wirtschaft unterstützten den Vorstoß der Kirche. Falls die FARC den ernsthaften Willen zu einem Abkommen beweise, werde man sie nicht länger als terroristisch bezeichnen, sagte der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe und folgte damit einem Vorschlag von Venezuelas Präsident Hugo Chavez.