16.01.2008

Nachrichtenarchiv 16.01.2008 17:23 Laschet: Betriebe sollen mehr Ausländer einstellen

NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU) hat Unternehmen aufgefordert, mehr Jugendliche ausländischer Herkunft einzustellen. Die Betriebe sollten deren besondere Potenziale wie Zweisprachigkeit und Kenntnisse unterschiedlicher Kulturkreise nutzen, sagte er am Mittwoch in Köln. Gleichzeitig unterstrich Laschet die Bedeutung schulischer und beruflicher Bildung für jugendliche Migranten. "Die Arbeitsmarktzahlen machen deutlich:
Die besseren Chancen haben vor allem gut Qualifizierte." Der Minister äußerte sich bei einem Besuch des Pilotprojektes "Coach"
der Kölner Initiative für Bildung und Integration junger Migranten.
Unter Ausländern sei das Qualifikationsniveau oft unterdurchschnittlich, beklagte Laschet. Auch arbeiteten sie oftmals in Branchen, die besonders stark vom Strukturwandel betroffen seien. Insgesamt zeichne sich aber ein positiver Trend ab, so der Minister. Nach Angaben des Landes ist die Zahl der arbeitslosen Ausländer in NRW im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent auf derzeit knapp 166.000 zurückgegangen.
Laschet würdigte Erfolge des Projektes "Coach". Bei etwa 80 Prozent der Zuwanderer, die die Beratungsstelle regelmäßig besuchten, hätten Schulabbrüche verhindert und bessere Schulnoten erzielt werden können. Auch werde vielfach ein reibungsloser Übergang von der Schule in einen Ausbildungs- oder Berufsplatz erreicht. Das Konzept des Kölner Pilotprojekts werde künftig auch in anderen Städten eingeführt. "Coach" berät laut Angaben jährlich rund 220 Kölner Jugendliche und junge Erwachsene.