16.01.2008

Nachrichtenarchiv 16.01.2008 08:02 Türkischer Christenmord: Anwalt kritisiert Ermittlungen

Im Prozess um den Mord an drei Christen in der osttürkischen Stadt Malatya sammelt die Staatsanwaltschaft nach Darstellung der Nebenklage mehr Material gegen die Opfer als gegen die Täter. Das Recht habe sich umgekehrt. Das sagte gestern der Rechtsanwalt der Nebenkläger, Erdal Dogan, vor Journalisten in Bremen. Während die Finanzquellen der Opfer auch zum zweiten Verhandlungstag am Montag minutiös in den Akten dokumentiert seien, gebe es über diese Zusammenhänge bezüglich der Angeklagten keine Angaben, sagte Dogan. Von 31 Prozessakten beschäftigten sich 16 mit dem deutschen Missionar Tilmann Geske und zwei türkischen Christen. Sie waren im April vergangenen Jahres in den Räumen eines Bibelverlages in Malatya gefoltert und ermordet worden.