15.01.2008

Nachrichtenarchiv 15.01.2008 08:17 dared

Die SPD hat die Forderung der CDU abgelehnt, noch vor den Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen über eine Verschärfung des Jugendstrafrechts zu verhandeln. Der Innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Wiefelspütz, sagte der Berliner Zeitung, die Debatte habe ausländerfeindliche Züge und schade den Bemühungen zur Integration von Ausländern. Die CDU hatte die Sozialdemokraten gestern aufgefordert, bis zum 27. Januar mitzuteilen, ob sie die Rechtsverschärfung mittragen.

Die Bundesnetzagentur verstärkt offenbar ihren Druck auf die großen Energiekonzerne. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, hat die Behörde den ersten Unternehmen einen Bescheid für die Entgelte, die sie in diesem Jahr Konkurrenten für die Nutzung ihrer Netze in Rechnung stellen dürfen, zugesandt und dabei zum Teil drastische Kürzungen verlangt. Offiziell wollten sich die Unternehmen laut der Zeitung nicht äußern.

Nach der Tarifeinigung zwischen Bahn und Lokführergewerkschaft GDL droht jetzt die Konkurrenzgewerkschaft mit Streiks: GDBA-Chef Hommel sagte der "Neuen Presse", sollte die Bahn bei den Verhandlungen über ein neues Tarifsystem die Forderungen der GDBA nicht berücksichtigen, könnte die Gewerkschaft den Tarifvertrag kündigen. - Bahn und GDL hatten sich am Sonntag nach monatelangem Tarifstreit grundsätzlich auf einen Tarifvertrag geeinigt. Er sieht eine Entgelterhöhung um durchschnittlich elf Prozent vor. Einzelheiten sollen bis Ende Januar verhandelt werden.

Die Polizei hat in der Nacht erfolgreich eine von Umweltschützern besetzte Rotbuche an der Baustelle für die umstrittene Waldschlößchenbrücke im Dresdner Elbtal geräumt. Die Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood protestierten damit gegen die geplante Fällung und gegen die Brücke. Mit der Errichtung der Elbbrücke in der geplanten Form droht der Flusslandschaft die Aberkennung des UNESCO-Welterbetitels.

In knapp einem halben Jahr findet in Österreich und der Schweiz die Fußball-Europameisterschaft statt. Ab heute öffnet der DFB sein Ticketportal bei dem man sich für Karten bewerben kann. (-) Um zehn Uhr startet das Gerangel auf der Internetseite des DFB. Und der Ansturm auf die gut 14-Tausend Karten für die drei Vorrundenspiele gegen Polen, Kroatien und Österreich dürfte groß werden. Die günstigste Karte in der Vorrund kostet 45 Euro. Bis zum 12. Februar können Fans maximal vier Tickets für nur ein Spiel ordern. Für mögliche deutsche Spiele im Viertelfinale, Halbfinale und Finale gibt es auch schon Gutscheine zu erstehen. Im Falle der Qualifikation können diese am jeweiligen Spielort gegen Eintrittskarten getauscht werden. Scheidet die deutsche Elf aus, gibt es das Geld zurück. Ob man zu den glücklichen Gewinnern zählt, erfahren die Fans bis Ende Februar, wenn die Karten unter notarieller Aufsicht verlost sind. (150108RB08-05) RED EURO2008 - DFB ÖFFNET SEIN KARTEN-PORTAL (-)