12.01.2008

Nachrichtenarchiv 12.01.2008 11:06 "Open Doors": In 5 Jahren gibt es keine Christen mehr im Irak

In fünf Jahren gibt es im Irak keine Christen mehr. Das prognostiziert Markus Rode von der Hilfsorganisation "Open Doors". Christen stünden derzeit voll im Visier muslimischer Extremisten und würden konsequent aus dem Land vertrieben. Zum Alltag der Christen im Irak sagte Rode im domradio-Interview, Familien würden mit Morddrohungs-Videos terrorisiert. Es würden Erpressungsgelder von 2000 bis 5000 Dollar gefordert, ansonsten drohten die Extremisten mit der Ermordung der Kinder der Familien. Abhilfe könne man derzeit kaum leisten, so Rode. Denn dieser Terror gegen die Christen komme nicht von der Politik. Das einzige, das seiner Organisation derzeit bleibe, sei Hilfe für geflohene Christen. Sie retteten sich überwiegend in das freie Kurdengebiet des Irak. Dort aber seien sie mittel-und schutzlos dem derzeit herrschenden Winter ausgesetzt.