04.01.2008

Nachrichtenarchiv 04.01.2008 18:38 Eine Solaranlage für den Papst

Die Bonner SolarWorld AG will Papst Benedikt XVI. eine Solarstromanlage schenken. Der Vatikan habe das Angebot bereits angenommen, teilte der Vorstandsvorsitzende Frank Asbeck am Freitag in Bonn mit. Von technisch Verantwortlichen im Vatikan war allerdings zu hören, dass eine Entscheidung über die Vergabe noch nicht gefallen sei. Es lägen verschiedene Angebote zu verschiedenen Konditionen vor; bestätigt wurde aber, dass auch deutsche Firmen im Rennen seien. Noch im Januar solle der Auftrag vergeben werden.
Laut Asbeck sollen die rund 2.000 Solar-Module im Sommer auf dem Dach der päpstlichen Audienzhalle installiert werden. Sie sollten für den ersten im Vatikanstaat erzeugten Solarstrom mit jährlich rund 315.500 Kilowattstunden sorgen. Damit würden rund 315 Tonnen Kohlendioxid vermieden. Die Solaranlage werde sich der Architektur der 1971 eingeweihten Audienzhalle des Architekten Pier Luigi Nervi optimal anpassen, versicherte Asbeck. Die besondere Wellenstruktur und die damit verbundene Ästhetik des Daches zu Füßen des Petersdoms blieben somit erhalten.
Mit dem Geschenk solle der deutsche Papst und der frühere Bonner Theologieprofessor Josef Ratzinger gewürdigt werden, sagte der Vorstandsvorsitzende. Außerdem wolle er das Engagement der katholischen Kirche für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Schöpfung unterstützen.