02.01.2008

Nachrichtenarchiv 02.01.2008 05:54 Bischöfe prangern Raubbau an der Natur an

Die katholischen deutschen Bischöfe haben in ihren Silvester- und Neujahrsansprachen zu mehr Umweltbewusstsein aufgerufen. Kardinal Joachim Meisner prangerte im Kölner Dom den permanenten Raubbau an der Umwelt an. Christen müssten die Natur als Gottes Schöpfung betrachten und mit ihr leben. Die Ergebnisse des UN-Klimagipfels auf Bali wertete Meisner als "trauriges Zeichen". Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode sprach von einer "unausweichlichen Verantwortung" der Christen für die Schöpfung. Der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst ruft in einem Zeitungsbeitrag zu mehr Engagement für den Klimaschutz auf. Im zweiten Schöpfungsbericht in der Bibel heiße es, man solle den Garten der Schöpfung bebauen und pflegen. Dies sei für ihn das Urbild für den Auftrag eines Christen, sich für den Erhalt der Umwelt zu engagieren, so Fürst. Wichtig sei außerdem, dass auch die Kirche selbst einen Beitrag zum Klimaschutz leiste. - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche (EKD), Bischof Huber, rief zu Zuversicht im Glauben auf. Die entscheidende Gewissheit für das neue Jahr sei nicht durch die Vorsätze der Silvesternacht zu gewinnen. Dies gelänge nur aus der Zuversicht des Glaubens, so Huber in der Dresdner Frauenkirche.