28.12.2007

Nachrichtenarchiv 28.12.2007 07:51 Kenia: Wahlleiter mahnen zu Geduld

Mehr als 15 Stunden nach dem offiziellen Ende der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Kenia waren heute Morgen erst rund fünf Prozent der Stimmen ausgezählt.
Ein Wahlleiter rief die Bevölkerung bei einer nächtlichen Pressekonferenz zu Geduld auf. "Es kann sein, dass wir ein Ergebnis für die Präsidentenwahlen erst am späten Freitagabend oder am Samstag haben." Erste Trends bestätigten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Präsident Kibaki und seinem Herausforderer Odinga. Beide konnten mit nahezu hundertprozentiger Unterstützung in ihren Heimatprovinzen im kenianischen Hochland beziehungsweise im Westen Kenias rechnen.
Stundenlange Verzögerungen in zahlreichen Wahlkreisen hatten gestern für eine explosive Stimmung vor allem in den Hochburgen der Opposition gesorgt. Mindestens fünf Menschen kamen am Wahltag ums Leben. Der Chef der EU-Wahlbeobachtungsmission in Kenia, Alexander Graf Lambsdorff, hatte Unregelmäßigkeiten kritisiert, systematische Wahlfälschung aber als bislang unbelegt bezeichnet.