10.12.2007

Lokale Konflikte um knappe Umweltgüter vorausgesagt Klimapolitik ist Friedenspolitik

Der Chef des UN-Umweltprogramms, Achim Steiner, hat am Montag davor gewarnt, dass der Klimawandel die globale Sicherheit gefährden könne. Die weltweite Erwärmung werde Konflikte um knappe Umweltgüter verstärken, erklärte Steiner am Rande der UN- Klimakonferenz auf der indonesischen Insel Bali. Er betonte, die Verleihung des Friedensnobelpreises an den Weltklimarat (IPCC) und Al Gore habe erneut deutlich gemacht, wie eng Klimaschutz und Frieden zusammenhingen. "Klimapolitik ist Friedenspolitik."

Der Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Schellnhuber, erklärte, bei den zukünftigen Konflikten werde es sich nicht um traditionelle Kriege zwischen Armeen handeln. Es werde lokale Kämpfe um "schwindenden Umweltraum" geben, ebenso wie eine globale Unsicherheit, begleitet von Flüchtlingsströmen. So hänge die Destabilisierung des Sahelgürtels in Afrika direkt mit den schweren Dürren der 70er Jahre zusammen. Konflikte wie im sudanesischen Darfur und in Somalia hätten auch eine Umweltkomponente, sagte er.