05.12.2007

Nachrichtenarchiv 05.12.2007 07:06 Ethische Debatte um Mutterschaft mit 64

Die Mutterschaft einer 64-jährigen Frau aus Aschaffenburg hat eine Debatte über die Ethik in der Reproduktionsmedizin ausgelöst. Eine Geburt in diesem Alter sei nicht im Sinne des Kindeswohls und ein Missbrauch des medizinischen Fortschritts, sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes der Reproduktionsmedizinischen Zentren in Deutschland, Ulrich Hilland. Die Eltern hätten die Pflicht, sich um ihre Kinder zu kümmern, so Hilland weiter: "Bei einer 64-jährigen Frau sehe ich aber Probleme, dass diese Pflicht auch bis zum Erwachsenwerden durchgeführt werden kann." Die 64-jährige hatte sich im Ausland eine befruchtete Eizelle einsetzen lassen. Hilland plädiert bei solchen Eingriffen für eine Altersgrenze von 50 Jahren.