29.11.2007

Nachrichtenarchiv 29.11.2007 10:27 Böckenförde: Zulassung aktiver Sterbehilfe wäre "Dammbruch"

Eine Zulassung der aktiven Sterbehilfe in Deutschland wäre ein "Dammbruch" beim Lebensschutz. Diese Ansicht vertritt der ehemalige Bundesverfassungsrichter Böckenförde. Niemand dürfe Verfügungsgewalt über das Leben anderer haben. Das würde gegen das Grundrecht der Menschenwürde verstoßen. Zur passiven Sterbehilfe erklärte der Jurist, der Respekt vor dem Nichtbehandlungswillen eines Patienten sei nicht Sterbehilfe. Jeder habe das Recht, ärztliche Hilfe zu verweigern. Entschieden setzte sich Böckenförde für das Recht auf Leben des Embryos ein. Mit der Befruchtung beginne eigenes Leben und die Entfaltung "als Mensch, nicht zum Menschen".