03.11.2007

Nachrichtenarchiv 03.11.2007 10:54 GDL wartet mit Streiks noch ab

Die Bahn will die Gerichtsentscheidung zu den Lokführerstreiks nicht kampflos hinnehmen. Personalvorstand Suckale kündigte an, möglicherweise vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen. Das Sächsische Landesarbeitsgericht hatte gestern auch Streiks im Fern- und Güterverkehr erlaubt. Bereits vor dem Urteil hatte die Bahn erklärt: sie werde sich nicht unter Druck setzen lassen. Ein neues Angebot an die Lokführer werde es nicht geben. Die Verantwortung für das weitere Vorgehen und die Folgen liege jetzt bei der GDL. Gewerkschaftschef Schell erklärte, die GdL werde kommende Woche über die nächsten Schritte entscheiden. Am Wochenende solle es keine Streiks geben. - Verkehrsminister Tiefensee und mehrere Wirtschaftsverbände warnten vor den Folgen eines Streiks im Güterverkehr. Ein solcher Ausstand koste täglich bis zu 50 Millionen Euro und könne der Wirtschaft erheblich schaden.