31.10.2007

Nachrichtenarchiv 31.10.2007 14:43 Höchststrafen für Attentäter von Madrid

Der Prozess um Bombenattentate auf die Nahverkehrszüge in Madrid ist mit Höchststrafen für drei Hauptangeklagte zu Ende gegangen. Das zuständige Gericht in Spaniens Hauptstadt verurteilte sie wegen des Massenmords zu fast 40.000 Jahren Haft, allerdings liegt die maximale Haftzeit in Spanien bei 40 Jahren. 18 Angeklagte erhielten drei bis 22 Jahre Haft. Sieben weitere Angeklagte verließen als freie Menschen den Gerichtssaal, darunter auch Rabei Osman, der von der Staatsanwaltschaft als einer der Drahtzieher der Anschläge bezeichnet worden war. - Bei den Anschlägen vom 11. März 2004 explodierten in Madrid während des morgendlichen Berufsverkehrs in vier Pendlerzügen zehn Bomben. 191 Menschen wurden getötet und über 1.800 weitere verletzt. Die Gerichtsverhandlung in Madrid hatte von Mitte Februar bis Anfang Juli gedauert. Rund 300 Zeugen und 60 Fachleute wurden befragt.