27.10.2007

Nachrichtenarchiv 27.10.2007 08:10 Diakonie wirft Tafelbewegung neoliberale Wirtschaftsphilosophie vor

Der Präsident des Diakonischen Werkes, Kottnik, hat das sozialpolitische Engagement der Tafelbewegung kritisiert. Sie belasse sozial bedürftige Menschen in der Abhängigkeit von den gut gemeinten Spenden der anderen. Hilfesuchende würden dadurch klein gemacht. Die Tafelbewegung orientiere sich an einer neoliberalen Wirtschaftsphilosophie, die davon ausgehe, dass sich Armutsprobleme durch den Einsatz und das Engagement der Bürger irgendwie von selbst lösten, so Kottnik weiter. Es müsse aber um eine gerechte Teilhabe dieser Menschen am gesellschaftlichen Leben gehen. Die Tafeln versorgen in Deutschland nach eigenen Angaben mittlerweile rund 700.000 Menschen.