17.10.2007

Nachrichtenarchiv 17.10.2007 10:39 USA: Konservative christliche Verbände verzeichnen Spendenzuwachs

In den USA haben konservative christliche Interessenverbände im vergangenen Jahr ihre Spendeneinnahmen deutlich gesteigert. Der Verein "Focus on the Family" etwa nahm 2006 rund 142,2 Millionen Dollar ein, 4,4 Millionen mehr als im Vorjahr, wie aus einem am Dienstag (Ortszeit) vorgelegten Bericht der Organisation "Amerikaner für die Trennung von Kirche und Staat" hervorgeht. Für die Studie wurden die öffentlich einsehbaren Steuererklärungen rechtskonservativer christlicher Vereinigungen ausgewertet. Demnach kassierte die in Washington ansässige Lobbyorganisation "Familienforschungsrat" im vergangen Jahr 10,3 Millionen Dollar, 1,1 Millionen mehr als 2005. Der "Amerikanische Familienverband" steigerte sein Spendenaufkommen um 4,1 Millionen auf 26,1 Million Dollar. Der vom früheren republikanischen Präsidentschaftskandidaten Pat Robertson geleitete Fernsehsender "Christian Broadcasting Network" nahm 2006 etwa 238 Millionen Dollar ein, fast 50 Millionen mehr als im Vorjahr. Die "Amerikaner für die Trennung von Kirche und Staat" kritisieren konservative christliche Organisationen, da diese häufig die in der US-Verfassung vorgeschriebene Trennung von Kirche und Staat verletzten und Andersgläubigen ihre Weltanschauung per Gesetz aufdrängen wollten. Barry Lynn, Direktor der Organisation, warnte, die rechtskonservativen Verbände hätten derzeit vermutlich "mehr Einfluss als jemals zuvor". Sie seien auf der Suche nach einem Präsidentschaftskandidaten, den sie bei den Wahlen im kommenden Jahr unterstützen könnten.